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Butyrat – Futter für unsere Darmzellen

Die Ursachen vieler gesundheitlicher Probleme – physischer und  psychischer Natur –  liegen im Darm*. Viele Menschen sind sich der Relevanz von einem guten Bauchgefühl für unsere Gesundheit bewusst und nehmen Probiotika ein. Jedoch ohne vorher abzuklären, welche Darmbakterien ihnen fehlen. Eine Mikrobiomanalyse wird allerdings nicht von allen Medizinern befürwortet – man wisse noch viel zu wenig über die Zusammenhänge zwischen Darmbakterien und Erkrankungen. Eine Frage, die sich mir hierbei allerdings stellt: Ist es sinnvoll, ohne Mikrobiom-Analyse Probiotika einzunehmen – ohne zu wissen, welche Bakterien fehlen?

(*Übrigens: Falls du dich generell für den Zusammenhang zwischen Darm und Hirn interessierst, kann ich dir dieses Buch wärmstens empfehlen – wissenschaftliche Fakten, verständlich und spannend aufbereitet.)

Auch wenn die Datenlage bzgl. Bakterien und ihren Einfluss auf den Verlauf spezieller Krankheiten noch relativ dünn ist, sind die Funktionen einiger Bakteriengattungen bereits gut erforscht.  Eine dieser Bakteriengattungen möchte ich heute vorstellen: die butyratbildenden Bakterien.

Was sind butyratbildende Bakterien?

Falls du dich schon gefragt hast: „Buty-was?“ – Butyrat ist das Salz der Buttersäure, einer kurzkettige Fettsäure. Buttersäure wird hauptsächlich durch Fermentation von Ballaststoffen gewonnen – genauer gesagt, sie wird von butyratbildenden Bakterien produziert.

Warum sind Butyratbildner aber nun so unglaublich wichtig für unsere Gesundheit?

Einfach ausgedrückt, ihre Ausscheidungen sind Futter für unsere Darmzellen. Ohne Butyrat würde unsere Darmbarriere erheblich geschwächt werden. Uns das könnte wiederum zu einer geschädigten Darmbarriere führen (Leaky Gut).

Sollte deine Darmfloraanalyse also ergeben haben, dass ein Mangel an buttersäurebildenden Bakterien besteht, dann könnte das so manches Symptom erklären. Denn ein Mangel an Butyratbildnern steht im Verdacht, das Reizdarmsyndrom und Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu begünstigen. Auch Colitis ulcerosa– oder Morbus Crohn-Patienten profitieren von Buttersäure. Diese verhindert, dass Bakterien, Nahrungsmittelbestandteile, Schadstoffe in die Darmwand gelangen; dies würde zu Entzündungen führen. Ein weiterer positiver Aspekt von ausreichend Buttersäure im Darm: das Darmkrebsrisiko sinkt.

Wie vermehren sich butyratbildende Bakterien im Darm?

Eine ballaststoffreiche Ernährung ist bei einem Mangel an butyratbildenden Bakterien unabdingbar.  Sei dir darüber bewusst, dass sich die Durchschnittsbevölkerung zu ballaststoffarm ernährt. Wenn auch du zu wenige Ballaststoffe zu dir nimmst, können einige gesunde Darmbakterien nicht ausreichend wachsen. Umso wichtiger ist es, dass du den Ballaststoffmangel ausgleichst, zum Beipspiel mit  Inulin, resistentem Dextrin, resistenter Maisstärke, Pektin, Akazien – oder Bambusfaser …). Bitte beachte, dass Menschen mit einem sensiblen Darm Inulin oft sehr schlecht vertragen. Ist das auch bei dir der Fall, kannst du auf resistentes Dextrin ausweichen. Dieses ist im Normalfall gut verträglich.

Was du auch unbedingt beachten solltest – den Fehler habe ich leider gemacht: Durch eine stark eiweißreiche Ernährung wird die Zufuhr an Schwefelbindungen erhöht, was wiederum das Wachstum an „bösen“ sulfat-reduzierenden Bakterien ankurbeln kann. Diese bauen Sulfate in Schwefelwasserstoff um; welcher die Bildung von butyratbildenden Bakterien hemmt. Lange Rede, kurzer Sinn: Eine ballaststoffreiche Ernährung und ein reflektierter Umgang mit Eiweiß kann erheblich zur Darmgesundheit beitragen. 

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