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Seaspiracy – Meeresfisch ist nun tabu!

 

Lange habe ich es vor mir hergeschoben – mir Seaspiracy auf Netflix anzusehen. Jetzt ist es endgültig vorbei, mit der Meeresfisch-Esserei 😉! Seaspiracy ist dermaßen augenöffnend, dass ich beschlossen habe, von nun an auf Dorsch, Lachs, etc. zu verzichten – zu viel Leid – für Tiere und Menschen –ist damit verbunden.

Fisch

Wie uns durch die Zerstörung des Ozeans die Luft ausgeht

Diese Dokumentation hat es in sich: Der Mensch hat es wieder einmal übertrieben – er überfischt und verschmutzt die Meere in einem Ausmaß, das vollkommen inakzeptabel ist.  Ali Tabrizi, der gemeinsam mit seiner Freundin Lucy verschiedene Länder im Rahmen einer lebensgefährlichen „Aufdeckungsmission“ bereiste, behauptet, dass unsere Meere bis Mitte dieses Jahrhunderts leergefischt sein werden, sollte die Massenfischerei nicht unterbunden werden. Was das nicht nur für die Flora und Fauna, sondern auch für uns als Menschen bedeutet, ist schockierend und augenöffnend zugleich. Unter anderem wird uns im wahrsten Sinne „die Luft ausgehen“. Was das Meer mit der Sauerstoffproduktion zu tun hat, erfährst du im Film Seaspiracy auf Netflix.

 

Verzicht auf Strohhalme – ein Tropfen auf dem heißen Stein

Du versuchst durch den Verzicht auf Strohhalme die Weltmeere zu retten? Sehr löblich, aber da gäbe es eine noch viel effektivere Möglichkeit – auf Meeresfisch zu verzichten. Denn Strohhalme machen nur 0,03 Prozent des Mülls im Pazifik aus. Der meiste Müll, unglaubliche 46 Prozent, entsteht durch im Pazifik entsorgte Fischernetze. Jetzt bist du baff, was? Ging mir genauso. Was ich mich daraufhin fragte: Warum dämmt die Regierung also nicht die Fischerei ein, anstatt Strohhalme zu verbieten? Und warum setzen sich viele bekannte Tierschutzorganisationen nicht gegen die Überfischung ein? Ein paar Strohhalme und Plastiksackerl weniger im Meer können auch nicht schaden, aber leider ist das nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die Antwort ist wohl auch hier – Geld regiert die Welt!

Der „Schmäh“ mit Qualitätssiegeln

Hast du – so wie ich –auch immer darauf geachtet, dass auf der Fischverpackung ein Siegel zu finden ist, z.B. vom Marine Stewardship Council (MSC) oder eines der vielen Dolphin-Friendly-Labels? Hast du dadurch das Gefühl, zum Erhalt des Ökosystems im Ozean beizutragen? Auch dann kann ich dir nur empfehlen, dir Seaspiracy anzusehen. Du wirst nicht glauben können, was du siehst.

 

Ich geh nur noch kurz die Welt retten…

Im Rahmen meiner 4-Tages-Rotationsdiät gab es einen „Fisch-Tag“. Bislang setzte ich aufgrund meiner Histaminintoleranz auf tiefgefrorenen Fisch – hauptsächlich Lachs, Wildlachs und Dorsch. Das kann ich nun nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren. Schon gar nicht, weil es bei uns in der Gegend qualitativ hochwertigen Bio-Fisch gibt, der preislich auch durchaus in Ordnung ist. Gleich nachdem ich Seaspiracy gesehen hatte, recherchierte ich, woher in der Gegend ich fangfrischen Fisch aus der Region beziehen könnte. Und siehe da, eine Bio-Fischfarm liegt direkt auf meinem Arbeitsweg. Ein wenig besorgt war ich in puncto Preis, aber auch hier wurde ich positiv überrascht: Der bei meiner Ankunft herausgefischte und filetierte Fisch kostet nicht mehr als TK-Fisch. Warum bin ich bisher nicht auf die Idee gekommen, dort „einzukaufen“? Wohl aus Bequemlichkeit, ich gelobe hiermit, mich zu bessern 😉!

Mein Fazit: Diese Dokumentation hat das Prädikat „SEHENSWERT“ mehr als verdient. Selten habe ich so eine wachrüttelnde Dokumentation gesehen. Auch bewundere ich den Mut der beiden Produzenten: In der Dokumentation wird einem bewusst, wie lebensgefährlich ihr Aufdeckungsmission gewesen sein muss. Lass ihren Einsatz nicht umsonst gewesen sein und nimm dir die Zeit, um dir Seaspiracy zu Gemüte zu führen und dir deine eigene Meinung zu bilden.

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