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Was ich durch meine Histaminintoleranz lernen durfte – in 5 Zitaten

Am Tag der Histaminintoleranz möchte ich an dieses Thema  auf eine besondere Art und Weise herangehen.  Die Histaminintoleranz begleitet mich bereits seit 4 Jahren; einige Einschränkungen waren damit verbunden. ABER: Ich habe durch die Histaminintoleranz auch einiges über mich und meinen Körper lernen dürfen – Wissen, das ich nicht mehr missen möchte.  Meine Erkenntnisse der letzten Jahre möchte ich mit den folgenden 5 Zitaten auf den Punkt bringen. Viel Freude am Lesen!

1. „Verbringe jeden Tag einige Zeit mit dir selbst.“(Dalai Lama)

Achtsam zu sein, ist eines meiner zentralsten Learnings in den letzten Jahren. Ich hatte mir früher nicht die Zeit genommen, in Ruhe zu essen. Ich hatte nicht auf meinen Körper gehört, zu viel Sport betrieben und nur wenige Ruhephasen eingeplant.

Was hat sich seit meiner Histaminintoleranz bzw. meinen Nahrungsmittelintoleranzen geändert? Ich habe begonnen zu meditieren und andere Entspannungstechniken in den Alltag einzubauen. Ich esse viel bewusster als früher und Sport betreibe ich nun viel moderater. Meist im Freien und nicht mehr im Fitnessstudio – und nur, wenn ich merke, dass er mit guttut.

Aber was hat Achtsamkeit mit Nahrungsmittelintoleranzen bzw. einer Histaminintoleranz zu tun? Wer ständig unter Strom steht, der versetzt seinen Körper unter Stress. In Stresssituationen werden alle nicht für die akute Situation benötigten Organe nur mit einem Minimum an Energie versorgt –  unter anderem ist das bei der Verdauung der Fall. Das Essen wird nicht mehr ordentlich aufgespalten, im Darm beginnt es zu gären und das Milieu verändert sich ins Negative. Außerdem begünstigt chronischer Stress Entzündungsreaktionen – auch im Darm. Bezogen auf die Histaminintoleranz ist Stress besonders fatal, denn in Stresssituationen wird Histamin ausgeschüttet; umgekehrt kann Histamin auch zu Unruhezuständen führen.

2. Die Dosis macht das Gift (Paracelsus)

Ich habe mich in meinen Sport-Hochphasen seeeehr eiweißhaltig ernährt und Unmengen an Milchprodukten verzehrt. Was noch hinzukommt ist, dass ich mich sehr einseitig ernährt habe. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, meine Ernährungsweise sei gesund. Im Nachhinein stelle ich fest, dass ich es wohl ein wenig übertrieben habe. Ich versuche nun, abwechslungsreicher zu essen und meinem Körper das zuzuführen, was er zur Genesung benötigt. Im Moment ernähre ich mich „menschengerecht“ – im Prinzip handelt es sich dabei um eine Art Paleo-Ernährungsweise. Ich verzichte auf Lebensmittel, die mein System belasten. Außerdem bin ich ein großer Fan vom Intervallfasten – ich esse nur in einem Intervall von 8 Stunden am Tag – die restliche Zeit wird gefastet. Dem Körper und vor allem dem Verdauungstrakt Zeit zu geben, sich zu erholen, ist mir ein großes Anliegen geworden.

3. Du bist, was du isst (Ludwig Feuerbach)

Ich habe durch meine Nahrungsmittelintoleranzen und die Histaminintoleranz gelernt, dass ich mit einer für meinen Körper geeigneten Ernährung auch meiner Psyche etwas Gutes tue. Mittlerweile ist der Zusammenhang zwischen Stimmung und Ernährung kein Geheimnis mehr: Schon alleine die Tatsache, dass ein Großteil des Serotonins (ein Glückshormon) im Darm gebildet wird, bestätigt die Auswirkung der Darmgesundheit auf die Psyche.

Durch unsere Ernährung (aber auch durch Stress) kann sich unser Mikrobiom verändern. Welche Auswirkungen dies auf unsere psychische Gesundheit haben kann, zeigen mittlerweile zahlreiche wissenschaftliche Studien zum Thema. Unter anderem konnte ein Zusammenhang zwischen dem Darmmikrobiom (Darmflora) und dem Gehirn festgestellt werden. Forscher konnten u.a. beweisen, dass Gehirnzellen auf eine Änderung der Darmflora reagieren – die Darm-Hirn-Achse existiert also tatsächlich. Außerdem gibt es zum Thema Darm und Psyche allerhand spannende Experimente mit Mäusen. Zum Beispiel wurden Stuhlproben von Schizophreniepatienten in deren Darm  transplantiert. Was glaubst du ist passiert? Nun ja – Mäuse zeigten unmittelbar typische Symptome einer Schizophrenie. Ist das nicht spannend? Falls du dich mit diesem Thema genauer beschäftigen möchtest kann ich dir diesen Artikel oder dieses Buch sehr ans Herz legen. Letzteres gibt es auch als Hörbuch – falls du genau so ein Hörbuch-Junkie wie ich bist 😊!

 

4. Die Akzeptanz der eigenen Lebenssituation und die Übernahme der Verantwortung für diese, sind Feder und Tinte zur Selbstbestimmung (Otmar Heusch)

 

Positiv zu denken – und das besonders in Situationen, in denen einem eigentlich nicht danach zumute ist,  war für mich eine Herausforderung. Mein ganzes Leben drehte sich ums Essen, im Alltag und beim Reisen. Plötzlich nicht mehr Essen gehen zu können und auch in Restaurants mein eigenes Essen mitnehmen zu müssen, hat mich anfänglich sehr, sehr traurig gemacht. Klar wäre es mir lieber, wenn es anders wäre, aber heute kann ich gut damit umgehen und leben. Ich tue mir nicht mehr leid, weil ich bei Unternehmungen etwas selbst Mitgebrachtes essen muss, sondern konzentriere mich auf die schönen zwischenmenschlichen Begegnungen.

5. Das Glück kommt nicht ungerufen. Man muss ihm entgegengehen. (Ugo Foscolo)

Die Rolle der Selbstwirksamkeit bei meiner Genesung– der Glaube, dass man durch das eigene Handeln etwas bewirken kann – ist mir in den letzten Jahren immer mehr bewusst geworden. Ich verlasse mich nicht ausnahmslos auf Ärzte und andere Experten, sondern informiere mich selbst über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zur Darmforschung und über die Therapie von Nahrungsmittelintoleranzen. Und ich muss sagen – und dabei klopfe ich mir selbst auf die Schulter – ich habe meinen Gesundheitszustand durch meine Recherchen bereits sehr verbessern können.

Ein Tipp, den ich dir diesbezüglich gerne geben möchte, ist, dich für den Newsletter von Medumio anzumelden. Medumio veranstaltet eine Vielzahl an kostenlosen Online-Kongressen zum Thema Gesundheit – vor Kurzem fand sogar ein Histaminkongress statt. Aber auch zu anderen Themen wie Darmgesundheit, chronische Entzündungen, Autoimmunerkrankungen oder Entgiftung finden immer wieder Kongresse statt. Diese haben mir besonders im letzten Jahr geholfen, meine Symptome in den Griff zu bekommen und das Puzzle meiner Gesundheit ein wenig weiter zu vervollständigen.

 

Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Beitrag ein wenig Mut machen und dir zeigen, dass wir besonders durch schwierige Lebensphasen wachsen. Was sind deine Learnings der letzten Jahre? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar.

 

 

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