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Müde und antriebslos im Winter – das kannst du tun!

Besonders im Winter neigen viele von uns zu Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Dafür kann es mehrere Ursachen geben; eine mögliche Erklärung ist die vermehrte Produktion von Melatonin.  Der Neurotransmitter Melatonin macht uns müde und wird aus Serotonin (Glückshormon) gebildet. Somit sinkt die Serotoninkonzentration im Körper, was sich wiederum negativ auf unsere Stimmung und unseren Antrieb auswirkt. Ein Serotoninmangel  kann sogar zum Ausbruch einer Winterdepression führen. Aber auch ein winterlicher Vitamin-D-Mangel kann zu Müdigkeit und Erschöpfungszuständen führen. Vitamin D sinkt in der kalten Jahreszeit, weil dieses  nämlich in unserem Körper hauptsächlich in Kombination mit intensiver Sonnenbestrahlung produziert wird.

Sollte die Müdigkeit das ganze Jahr über bestehen, könnte der Grund auch organischer Natur sein und zum Beispiel an einer Schilddrüsenunterfunktion liegen. Auch eine Nebenniereninsuffizienz und ein damit einhergehender DHEA- und Cortisolmangel können Müdigkeit begünstigen. Aber auch ein Mangel an diversen Mineralstoffen und Vitaminen kann zu dauerhafter Erschöpfung führen. Sollte Letzteres der Fall sein, dann ab zum Arzt und Blutwerte messen lassen und ggf. die eigene Ernährung überdenken.

Diese Maßnahmen kannst du ergreifen, um im Winter dein Energielevel zu verbessern.

1) Vitamin D

Ein Vitamin-D-Mangel kann mittels Bluttest bei deinem Hausarzt festgestellt werden. Bei der Einnahme von Vitamin D solltest du darauf achten, zusätzlich Vitamin K2 einzunehmen. Ansonsten kann das Vitamin D nämlich vom Körper nicht verwertet werden. Auch sollte Vitamin D immer zu den Mahlzeiten eingenommen werden. Übrigens ist es in unseren Breiten selbst in den Sommermonaten schwierig, ausreichend Vitamin D zu produzieren. Achte daher auch im Sommer auf eine, wenn auch etwas reduzierte, Zufuhr.

2) Tageslichtlampe

Lichttherapie ist erwiesenermaßen Balsam für die Seele – durch diese kann unsere Stimmung und unser Antrieb deutlich gesteigert werden, weil die Produktion von Serotonin – einem Glückshormon – angekurbelt wird. Ich habe mir vor Kurzem diese Tageslichtlampe zugelegt und merke einen deutlichen Unterschied, was meine Stimmung und meine Energie betrifft. Ich bin bei eindeutig fitter und endlich wieder energiegeladen.

3) Bewegung an der frischen Luft

Sich an der frischen Luft zu bewegen, und das möglichst schnell, treibt die Herzfrequenz und den Blutdruck in die Höhe und macht definitiv wach. Überwinde doch gelegentlich deinen inneren Schweinehund und nimm dir die Zeit für einen schnellen Spaziergang, eine Runde Joggen oder für Gymnastik im Park. Ja, auch Letzteres geht, wenn es gerade nicht stark regnet oder schneit, auch in der kalten Jahreszeit einwandfrei. Ich mache das regelmäßig und es tut unglaublich gut. Auch, wenn es mich anfänglich jedes Mal Überwindung kostet, mich zum Training in der Kälte aufzuraffen ;).

4) Wechselduschen

Starte am besten mit warm-kalten Wechselduschen in den Tag. Dadurch wird der Kreislauf in Schwung und du kannst energiegeladen in den Tag starten.  Vorsicht bei Histaminintoleranz – Temperaturextremen können Histamin freisetzen; daher vorsichtig testen. Auf zu warme Duschen solltest du jedenfalls in der Früh verzichten, denn diese bergen die Gefahr, dich müde bzw. noch müder zu machen. Warm zu duschen eignet sich allerdings hervorragend am Abend, um besser einschlafen zu können.

5) Vitamine & Mineralstoffe “auffüllen”

Bevor du willkürlich Vitamine und Mineralstoffe in dich hineinstopfst, würde ich dir raten,  mittels Bluttest bei deinem Hausarzt feststellen zu lassen, wo ein Mangel besteht, um die fehlenden Mengen- oder Spurenelemente  gezielt einnehmen zu können. Besonders bei den fettlöslichen Vitaminen (A, D, E und K) und vielen Mineralstoffen kann eine Überdosierung nämlich schwerwiegende Folgen haben. Wasserlösliche Vitamine (C, Niacin, Folsäure,…) werden hingegen, wenn  nicht benötigt, über den Urin ausgeschieden und können somit praktisch nicht überdosiert werden. Wie bereits erwähnt, kann der Vitamin-D-Gehalt  mittels Bluttest gemessen und Vitamin D somit gezielt supplementiert werden.

Im Winter trifft es natürlich diejenigen härter, die bereits in sonnigeren Tagen einen Serotoninmangel aufweisen. Menschen mit einer Fructosemalabsorption gehören dazu. Sie kämpfen generell häufiger mit Depressionen, als gesunde Menschen. Der Grund: Serotoninmangel! Denn Tryptophan, die Vorstufe von Serotonin (Glückshormon), kann bei fructosereicher Kost und einer bestehenden Fructosemalabsorption  nicht oder nur schlecht aufgenommen werden. Umso wichtiger ist es, sich bei einer diagnositzierten Fructosemalabsorption (oft auch einfach Fructoseintoleranz genannt) fructosearm zu ernähren und L-Tryptophan zu supplementieren.

Du siehst, es gibt viele Möglichkeiten, sich selbst zu helfen, aus der Müdigkeitsfalle herauszukommen. Ich hoffe, du kannst durch diese Tipps den Winter noch ein wenig mehr genießen! Was machst du, um im Winter die Energie zu steigern? Lass es mich in den Kommentaren wissen.

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