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Eine Ode an den Selleriesaft

WICHTIG: Ich möchte anfangs betonen, dass ich niemanden dazu animieren möchte, bei schwerwiegenden Erkrankungen ausschließlich auf diese Ernährungsform zurückzugreifen. Ich persönlich sehe die Ernährung nach William als sinnvolle Ergänzung an, um den Körper zusätzlich bei der Heilung zu unterstützen. 

Der Selleriesaft-Hype

Vielleicht ist dir schon aufgefallen, dass Selleriesaft in den letzten Jahren gehypt wurde wie nie zuvor. Dafür gibt es unter anderem diesen Grund: Anthony William. Es mag ein wenig schräg klingen, wenn jemand behauptet, er habe die Fähigkeit, mit einem Geist zu sprechen, der ihm medizinische Informationen zukommen lässt, die bislang auch Medizinern nicht zugänglich gewesen waren. Der Mann mit dem „geisterhaften Souffleur“ heißt Anthony William und bezeichnet sich selbst als „Medical Medium“. William behauptet sogar, unheilbare Krankheiten können unter Einhaltung seiner Prinzipien geheilt werden, weil alle Krankheiten Problemen mit der Leber zugrunde liegen. Williams ist übrigens seit dem zarten Alter von vier Jahren in der  Lage, Krankheiten, Infektionen, Blockaden und andere Probleme zu lesen und daraus eine individuelle Therapie abzuleiten.

Viele Fans – weltweit

Die Anzahl seiner Befürworter spricht für sich: Über zwei Millionen Menschen folgen ihm via Instagram (@medicalmedium), knappe 3,5 Millionen Anhänger hat William auf Facebook zu verzeichnen (Stand: Januar 2020). Und seine Bücher verkaufen sich wie warme Semmeln. Das ist schon was, nicht wahr?! Auch die Liste an Celebrities, die bereits von seinen Tipps profitiert haben, ist lang: Robert de Niro, Sylvester Stallone, Naomi Campbell, Liv Tyler, Gwyneth Paltrow und Calvin Harris sind nur einige seiner weltweit bekannten Anhänger. Ich bin immer wieder geflasht, wenn ich die Erfolge von Betroffenen über soziale Kanäle verfolge und würde dir dringend raten, dich mit ihm zu befassen und die Medical-Medium Ernährungsweise auszuprobieren.

Das kann die William’sche Ernährung angeblich leisten:

Anthony Williams „Medical Medium Protocol“, bei dem Selleriesaft eine wichtige Rolle spielt, ist ein wahrer „Wunderwuzzi“ und soll unter anderem helfen, verschiedenste Magen-Darm-Erkrankungen und Infektionen zu beseitigen.

Liest man Williams Bücher, so wird einem klar, welche zentrale Rolle u.a. unsere Leber und Schilddrüse bei einer Unzahl an Symptomen haben und dass wir ihr dringend etwas Gutes tun sollten. Warum sollte man es also nicht zumindest ausprobieren? Viel hat man nicht zu verlieren!

Ernährung nach Anthony William

Ernährung nach Anthony William: Der Selleriesaft

Wie schon erwähnt, spielt der Selleriesaft bei der Beseitigung von Erkrankungen laut William eine wichtige Rolle, ist aber allein nicht ausreichend. Wer seine Leber ordentlich entgiften möchte, sollte auch seine Ernährung dementsprechend umstellen. Frisches Obst und Gemüse bilden die Basis der William’schen Ernährungsform. Dieses soll so wenig wie möglich verarbeitet werden. Selleriesaft soll in seiner Reinform (ohne Zitronen, ohne Wasser) zum Beispiel in der Früh auf nüchternen Magen getrunken werden.

Der Grund für die Effektivität des Selleriesafts sind – laut William – die darin enthaltenen bislang von der Forschung noch nicht entdeckten Sodium-Cluster-Salze, die für den Schutz der Zellmembranen in der Leber verantwortlich sind und das Wachstum von Viren, Pilzen und Bakterien unterbinden. Auch fürGallensaftproduktion wird durch diese Salze reguliert. Zusätzlich kann der tägliche Konsum von reinem Selleriesaft dazu führen, dass Giftstoffe aus der Leber gebunden und so aus der Leber und in Folge aus dem Verdauungstrakt gespült werden können. Auch wird Schleim aus dem Darm abgeleitet. Du siehst also, Selleriesaft scheint lt. William ein wahrliches Zauberelixir zu sein!

Wie soll der Selleriesaft zubereitet und konsumiert werden?

Alles was du brauchst, ist ein großer Staudensellerie und einen Juicer (Slow-Juicer oder Zentrifugaljuicer). Der Staudensellerie sollte Bioqualität haben.

Wasche den Staudensellerie mit warmem Wasser; falls dieser nicht biologisch ist, dann verwende dafür einen frischen Schwamm und reibe die einzelnen Stangen ab. Verwende entweder einen Slow-Juicer oder einen Zentrifugal-Juicer, um daraus Saft zu gewinnen. Du solltest zumindest ca. 470 ml Flüssigkeit gewinnen. Trinke den Juice, ohne weitere Zutaten hinzuzufügen mindestens 15 -30 min vor einer Mahlzeit. Auch auf das Trinken solltest du eine viertel Stunde verzichten.

Heavy Metal Detox Smoothie

Um die Leber zu entlasten, sollte der Körper unbedingt entgiftet werden: Dafür gibt es den Medical Medium Heavy Metal Detox Smoothie, der nicht nur köstlich, sondern auch heilend ist, denn er ist in der Lage, Schwermetalle wie Quecksilber, Blei, Aluminium, Kupfer, Nicker und Kadmium aus unseren Organen zu entfernen. Diese Schwermetalle schleichen sich über Konservendosen, Alufolie, Batterien, Pfannen und Töpfe und natürlich über das Essen in unseren Organismus. Und diese Plagegeister begünstigen nun Entzündungen, vergiften unseren Körper, fügen verschiedensten Organen (Gehirn, Leber, Verdauungstrakt,…) Schaden zu und belasten dadurch das Immunsystem. Auch produzieren Schwermetalle Neurotoxine, wodurch unser zentrales Nervensystem empfindlich gestört wird. Jetzt möchtest du sicherlich wissen, wie du Schwermetallen den Kampf ansagen kannst. Hier ist das Rezept:

  • 2 Bananen
  • 2 Becher wilde Heidelbeeren
  • 1 Becher Koriander
  • 1 Becher Orangensaft
  • 1 Teelöffel Gerstengrassaftpulver
  • 1 Teelöffel Spirulina (aus Hawaii, nicht aus China!!!!)
  • 1 kleine Handvoll atlantischer Dulse
  • optional (für Änderung Konsistenz): 1 Becher Wasser[6]

Wenn du wissen möchtest, was es mit den einzelnen Inhaltsstoffen auf sich hat, kannst du das unter hier nachlesen.

Diese Lebensmittel solltest du laut Anthony William vermeiden:

Mais- und Maisprodukte (Nachos, Polenta, Maisstärke…):

Durch Mais(-produkte) sollen Viren, Bakterien, Pilze und Schimmel “gefüttert“ werden. So werden Entzündungen begünstigt.

Soja und Sojaprodukte:

Soja galt ursprünglich als gesundes Nahrungsmittel; durch die häufige gentechnische Modifizierung sollte man dieses allerdings meiden. Wer trotzdem nicht auf Sojaprodukte verzichten möchte, sollte Biosoja ohne Zusätze wählen.

Rapsöl: Rapsöl begünstigt Entzündungen, vernarbt Gewebe der Eingeweide und kann die Entstehung des Reizdarmsyndroms begünstigen. Genauso wie Mais füttert Rapsöl Viren, Bakterien, Schimmel und Pilze. Auch in den Arterien kann es Schaden anrichten.

Industriezucker

So lecker Süßes auch ist, Produkte mit Haushaltszucker sollte ebenfalls vermieden werden, weil dieser die Entstehung von Krebs begünstigt und Viren und Bakterien sich von diesem ernähren.

Eier

Eier zu vermeiden ist nicht so einfach, gerade weil es sich als Bindemittel sehr häufig in Lebensmitteln versteckt.  Aber es kann sich lohnen: Wer Eier meidet, sagt Viren den Kampf an und hilft dem eigenen Körper, sich zu regenieren. So wird dem Körper geholfen, chronischen Krankheiten, Darmproblemen, Allergien, Migräne, dem Müdigkeitssyndrom, dem PCO-Syndrom, Brustkrebs, Zysten und Tumoren zu beseitigen.

Milchprodukte

Erstens enthalten Milchprodukte viel Fett, was unser Verdauungssystem, im Speziellen die Leber, belastet. In Kombination mit Laktose (einem Zweifachzucker) können Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes begünstigt werden. Auch gelangt tierisches Fett in den Blutkreislauf und fördert dort das Wachstum von Viren und Bakterien. Ein weiterer Grund, warum Milch und Milchprodukte, auch in Bioqualität, gemieden werden sollen, ist, dass diese schleimbildend sind und so Entzündungsreaktionen und Allergien in Kraft setzen können.

Schweinefleisch

Schon Hildegard von Bingen war kein Fan von Schweinefleisch, denn es “[ist] nicht gesund, sondern verschroben und weder für gesunde noch für kranke Menschen zu essen gut, weil es weder die Verschleimung noch sonst eine Krankheitsanlage (!) mindert, sondern sie vielmehr vermehrt. Jeder Hautkranke meide Schweinefleisch.” Auch William meint, Schweinefleisch sei aufgrund des hohen Fettgehalts unbedingt zu vermeiden, wenn man gesund werden wolle.

Fisch aus Aquakultur

Fische, die in Becken gezüchtet werden, sind wahrlich nicht zu beneiden. Nicht nur, weil sie ihren Lebensraum mit unzähligen Artgenossen teilen müssen, sondern weil durch den kleinen Raum die Übertragung von Krankheiten gefördert wird. Um dies zu verhindern, werden diese armen Lebewesen mit Antibiotika vollgepumpt, bevor sie getötet werden und bei uns auf den Teller kommen. Klingt nicht sehr lecker und auch nicht sehr gesund! Auch beim Wildfang ist darauf zu achten, dass der Fisch wenig Quecksilber enthält. Dies ist besonders bei Lachs, Heilbutt und Goldbarsch der Fall.

Gluten

Gluten ist in vielen Getreidesorten, wie Weizen, Gerste, Roggen und Dinkel, enthalten. Auch in Hafer findet man Spuren von Gluten, welches Entzündungen im Darm begünstigt und das Immunsystem durcheinanderbringt. Wer gesund werden will, sollte glutenhaltiges Getreide auf jeden Fall vermeiden.

Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln

Generell lohnt es sich, die Zutatenlisten von Lebensmitteln in Zukunft etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, denn dort versteckt sich so mancher ernährungstechnische Bösewicht, wie zum Beispiel Glutamat, in den Zutatenlisten oft als Hefeextrakt deklariert. Glutamat gelangt ins Gehirn und wird dort im Gehirngewebe gespeichert. Das wäre ja grundsätzlich noch nicht so schlimm, könnte man denken. Das Glutamat kann dort aber Entzündungsprozesse in Gang treten und dazu führen, dass Gehirnzellen absterben, Neurotransmitter abgeschwächt werden. Im schlimmsten Fall kann es zu Mini-Schlaganfällen führen und das zentrale Nervensystem befallen.

Ein weiterer Terminus, der die Alarmglocken läuten lassen sollte, ist „natürliches Aroma“. Hinter dieser Bezeichnung verstecken sich verschiedenste für den Organismus ebenfalls potentiell gefährliche Inhaltsstoffe, die aus nicht genießbaren Stoffen wie zum Beispiel Sägespäne gewonnen werden.

Auch sollte man auf künstliche Süßstoffe verzichten, weil diese als Neurotoxine fungieren und somit das zentrale Nervensystem und Neuronen stören können. Verwende daher zum Süßen Früchte. Auch beinhalten viele Lebensmittel Citronensäure, nicht zu verwechseln mit der aus Zitronen gewonnen Zitronensäure. Citronensäure begünstigt intestinale Entzündungen.

Mein Fazit

Ich hatte das Gefühl, dass mir der Selleriesaft in der Früh richtig gut tut und ich kenne auch einige Personen, die mit der Medical Medium Ernährungsweise ihr Leben zum Besseren wenden haben können. Ich kann diese Diät jedem als Herz legen, der mit Nahrungsmittelintoleranzen zu kämpfen hat. Auch bitte ich euch, bei schwerwiegenden Erkrankungen unbedingt den Arzt aufzusuchen und euch nicht allein auf diese Ernährungsform zu verlassen. Die Schulmedizin hat m.E. durchaus ihre Daseinsberechtigung!!!!

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, es ist anfänglich nicht leicht, sich umzustellen, immerhin sind wir Menschen Gewohnheitstiere. Aber ich kann euch versprechen, es wird einfacher. Für mich war anfänglich schon meine Fruktosemalabsorption eine kleine Tragödie, auch meine Milcheiweißallergie war für mich anfänglich, speziell beim Reisen, unglaublich schwer zu ertragen und die zusätzliche Histamindiät macht es auch nicht einfacher. Ich kann euch nur raten, euch mit euren Lebensmitteln intensiv auseinanderzusetzen und alternative Zutaten und Rezepte auszuprobieren. Es gibt fast für jedes Lebensmittel einen guten Ersatz!

Für Interessierte:

Du bist interessiert und möchtest mehr zur William’schen Ernährungslehre erfahren? Das kannst du auf mehreren Wegen tun. Genauere Informationen findest du weiter unten

 

Quellen:
Williams, A. (2018) Medical Medium Liver Rescue: Answers to Eczema, Psoriasis, Diabetes, Strep, Acne, Gout, Bloating, Gallstones, Adrenal tress, Fatigue, Fatty Liver, Weight Issues, SIBO & Autoimmune Disease. Blurb.

Medical Medium. (o.J.) The Undiscovered Healing Properties of Celery Juice. Abgerufen von https://www.medicalmedium.com/medical-medium-celery-juice-movement.htm am 16.02.2020

Medical Medium (2020). Heavy Metal Detox Smoothy. Abgerufen am 23.02. von https://www.medicalmedium.com/blog/heavy-metal-detox-smoothie

Medical Medium (2020). Foods To Avoid For Healing Chronic Illness. Abgerufen am 16.02.2020 von https://www.medicalmedium.com/blog/foods-to-avoid-for-healing-chronic-illness

Von Bingen, H. (2020). Fleisch. http://hildegardvonbingen.info/gesundheit/gesunde-lebensmittel-2/fleisch/

Medical Medium (2020). Foods To Avoid For Healing Chronic Illness. Abgerufen am 16.02.2020 von https://www.medicalmedium.com/blog/foods-to-avoid-for-healing-chronic-illness

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