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Histaminintoleranz: So lebt es sich leichter

Ich habe lange gebraucht, um meine Ernährung bzw. meinen Lebensstil so umzustellen, dass die Symptome der Histaminintoleranz möglichst erträglich wurden. Damit es bei dir vielleicht etwas schneller gelingt, habe ich hier die für mich am hilfreichsten Tipps zusammengefasst:

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  • Lass dich ärztlich betreuen! Es macht Sinn, sich von einem (holistischen) Arzt gründlich durchchecken zu lassen (Hashimoto? Schilddrüsenüber- oder Unterfunktion? Organfunktionen? Nährstoffmängel?). So hat man eine gute Ausgangsbasis und es können z.B. im Falle einer Schilddrüsenunter- oder Überfunktion, gemeinsam mit dem Arzt, Therapiemöglichkeiten besprochen werden. Ich bin grundsätzlich kein Fan von bloßer Symptombekämpfung und bevorzuge daher Ärzte, die ganzheitlich Arbeiten.
  • Ich habe mich lange vor Tabletten gewährt, habe aber festgestellt, dass Dao-Präparate und Antihistaminika bei einer Histaminintoleranz durchaus ihre Daseinsberechtigung haben. Zum Beispiel habe ich mein HIT-Hauptsymptom, Übelkeit, viel besser im Griff, seit ich Antihistaminka verwende. Ich nehme sie z.B. eine Stunde bevor ich Essen gehe ein – so halten sich die Symptome in Grenzen.
  • Traubenkernextrakt, Quercitin & Vitamin C gelten als natürliche Antihistaminika. Ob diese für dich geeignet sind, kann dir sicherlich dein ganzheitlich orientierter Arzt sagen.
  • Eiweißreiches bzw. histaminhaltiges Essen nicht aufwärmen!
  • Übriggebliebenes Essen nicht auf der Küchenzeile auskühlen lassen, sondern direkt in den Kühlschrank geben!
  • Fleisch und Fisch möglichst frisch bzw. tiefgekühlt kaufen.
  • Curcuma häufig in Essen mischen (Curcuma ist entzündungshemmend und stabilisiert die Mastzellen)!
  • Es kursieren sehr viele verschiedene Lebensmittellisten im Internet, oft sind die Informationen widersprüchlich. Diese Liste ist sehr genau und die Kategorisierungen (0-3) sind mit meinen eigenen Erfahrungen zum Großteil deckungsgleich: https://www.mastzellaktivierung.info/downloads/foodlist/11_FoodList_DE_alphabetisch_mitKat.pdf
  • Fertigprodukte meiden und Zutatenliste checken. Fertigprodukte enthalten häufig Lebensmittelzusätze wie Johannisbrotkernmehl, Guarkernmehl, Glutamat, Hefeextrakt, Aroma, o.ä.
  • Bei Gewürzen gilt prinzipiell: Scharfe Gewürze meiden; individuelle Verträglichkeit testen! Kräuter sind grundsätzlich gut verträglich. Ich habe mich langsam an diese herangetastet und habe festgestellt, dass ich diese gut vertrage: Rosmarin, Majoran, Currypulver gelb, Kardamom, Kümmel, Koriander (Samen und frisch), Knoblauch, Senf, Zimt, Tamarinden-Paste, Tahin, …
  • Reduziere Stress: Sind wir gestresst, wird unser evolutionsbedingter „Fluchtmodus“ aktiviert. Alles was in einer Stresssituation zählt, ist dem Stressor (z.B. früher einem Bären) zu entkommen. Unser Immunsystem und unsere Verdauung, weil diese in einer Fluchtsituation irrelevant sind, werden hinunterreguliert. Bist du ständig gestresst, verharrt dein Körper im Fluchtmodus, was für deine Gesundheit keinesfalls förderlich ist. Lege deshalb bewusst Ruhephasen ein und reflektiere über deinen Umgang mit Stress. Mir persönlich hat Meditation sehr geholfen.
  • Treibe nicht zu exzessiv Sport: Ich war eine echte Indoor-Sportskanone, musste aber feststellen, dass mir exzessiver Kraftsport nicht mehr guttat. Nach dem Sport war ich total ausgelaugt und die HIT-Symptome verschlimmerten sich. Ich gehe zwar nach wie vor ins Fitnessstudio, allerdings nur mehr zwei anstatt vier Mal pro Woche und nur, wenn es mir auch wirklich gut geht und ich nicht gestresst bin.

Zusammengefasst lässt sich sagen, die Mischung macht’s aus: Lasse dich professionell beraten, beschäftige dich mit deinem Essen, bereite dir Essen zu, das dir gut tut und gehe achtsam mit deinem Körper und deinen Nerven um!

 

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